Für den den späten Freitagnachmittag 9. Februar waren wir von Hanne in ihren Hof eingeladen, um dort mit Getränken und Knabbereien auf den Start der Rathausstürmung zu warten. Als kleines Dankeschön spielten wir für Hanne Keller und Sonja Jung noch ein kleines Ständchen und machten uns dann auf den Weg in Richtung Rathaus. Bei einem kurzen Zwischenstopp vor der Kirche spielten wir noch ein paar Lieder, bevor wir gemeinsam mit dem Musikverein zum Rathaus liefen. Dort begleiteten wir zusammen mit den Musikverein den Sturm des Rathauses musikalisch. Auch wurde an diesem Tag die diesjährige Ausgabe unserer „Die Narrengazette“ ausgegeben. Die Redaktion hat fieberhaft an der Fertigstellung gearbeitet und konnte am Ende ein 16-Seiten starkes Exemplar präsentieren.
Am Samstagmittag 10. Februar war Abfahrt zu einem ganz besonderen Event, welcher am Abend in Köln-Kalk stattfand – der Geisterzug. Dieser Zug fand seinen Ursprung 1991, als wegen des 2. Golfkrieges der Kölner Rosenmontagszug ausfiel und dafür auf der üblichen Strecke eine Anti-Golfkriegs-Demonstrationen stattfinden sollte. Hier sind dann Demonstranten und Karnevalisten gemeinsam durch die Kölner Innenstadt gezogen – der Geisterzug war geboren. Unter dem diesjährigen Motto „Poppe, net Kloppe – mer trecke för dr Fridde“ konnte jeder spontan und ohne vorherige Anmeldung als Geist oder dunkle Gestalt durch die Straßen der Kölner Innenstadt ziehen.  An diesem Umzug nehmen keine Fahrzeuge teil und elektrische Musik ist ebenso wenig erwünscht. Der Karnevalsmopp zog sich mit handgemachter Musik durch die Straßen von Köln-Kalk und mittendrin die Nashörner. Die Atmosphäre ist mit Worten kaum zu beschreiben – unglaublich viele Menschen, ob mit oder ohne Kostüm begleiteten den Zug. Bei jedem unserer Lieder kamen wir zum Stehen, da die Masse mit uns feierte, tanzte und und unsere Lieder mitsang. Nachdem wir fast 2,5 Stunden nonstop gespielt haben, steckten wir in der Menschenmasse fest. Leider mussten wir dann die Umzugsstrecke verlassen, da es für uns kein Durchkommen mehr gab. In einer Pizzeria spielten wir noch zwei letzte Stücke, um anschließend die lange Heimfahrt anzutreten. Alle waren sich einig, dass dies der beeindruckendste Umzug war, bei dem die Nashörner jemals dabei waren und alle hoffen auf eine Wiederholung. Das i-Tüpfelchen des Abends war sicherlich, als vor Beginn der WDR auf uns zukam und wir für einen TV-Beitrag in „Aktuelle Stunde“ spielen durften.